Die Frage ist so alt wie der Neujahrsvorsatz selbst: Wie lange hält er an? Forschende der Universität Hinterbrühl haben dafür erstmals ein standardisiertes Messverfahren entwickelt. Über zwölf Monate hinweg wurden 1.200 Versuchspersonen bei der Formulierung guter Vorsätze begleitet und anschließend in festen Intervallen befragt.
Das Ergebnis: Nach durchschnittlich 3,7 Tagen ist die Hälfte aller Vorsätze zerfallen. Bei Vorsätzen mit sportlichem Inhalt lag die Halbwertszeit bei 2,9 Tagen, bei Vorsätzen mit kulinarischem Inhalt („weniger Süßes“) bei 4,8 Tagen – ein Befund, der nach Einschätzung der Studienautoren „selbstironisch stabil“ ist.
Der gute Vorsatz ist ein instabiles Isotop. Er zerfällt nicht schlagartig, sondern leise, meist beim zweiten Stück Kuchen.
Besonders langlebig war die Vorsatzkategorie „mehr Zeit für die Familie“ – allerdings nur, weil viele Befragte sie bereits bei der Formulierung als erfüllt betrachteten. Die Studie wurde im fiktiven Fachblatt „Journal of Procrastination Studies“ veröffentlicht und ist nach Angaben der Autoren frei von Interessenkonflikten: Niemand hatte den Vorsatz, sie zu Ende zu schreiben.