Es ist eine Auszeichnung, die in der Branche einen hervorragenden Ruf genießt: Die Gießkanne des Jahres, vergeben vom fiktiven Gartenbaumuseum Beethain, gilt als die wichtigste Ehrung ihrer Art. In diesem Jahr ging der Preis an ein Modell aus verzinktem Stahlblech, das seit 1978 unverändert gebaut wird.

Die Jury begründete ihre Entscheidung mit der „zeitlosen Form“, dem „ausgewogenen Schwung des Ausgusses“ und der „bemerkenswerten Fähigkeit, genau das zu tun, was man von ihr erwartet“. Die Kanne setzte sich gegen 43 Mitbewerber durch, darunter ein Modell mit Bluetooth-Anbindung, das nach Angaben der Jury „zwar vernetzt, aber leider nicht dicht“ war.

Eine gute Gießkanne erkennt man daran, dass man sie nicht bemerkt. Diese hier ist uns erst aufgefallen, als alles gegossen war.
— Juryvorsitzender Bruno Beet

Die Preisverleihung fand traditionell im Freien statt, bei Regen. Das sei, so der Museumsdirektor, jedes Jahr so gewollt: „Bei Regen versteht man erst, was eine Gießkanne leistet.“ Die Gewinnerkanne ist ab sofort im Eingangsbereich des Museums zu sehen. Gegossen wird sie nicht.