Es war eine der meistzitierten Gesundheitswarnungen der vergangenen Jahre: Sitzen sei das neue Rauchen. Nun meldet sich die fiktive Gesundheitswissenschaftlerin Dr. Beate Haltung mit einer Erkenntnis zu Wort, die in Fachkreisen für Aufsehen sorgt – weil sie so einfach ist, dass niemand vorher darauf kommen wollte.
Ihr Vorschlag: nicht mehr stehen, nicht weniger sitzen – sondern einfach kürzer. „Wer 45 Minuten sitzt und dann fünf Minuten etwas anderes tut, hat statistisch gesehen fast alles richtig gemacht“, so Haltung. Was das „andere“ sein soll, lässt sie bewusst offen: Treppen, Teekocher, das kurze Gespräch am Fenster – alles sei besser als das Sitzen, sogar das Stehen.
Der Mensch ist nicht fürs Sitzen gemacht. Aber er ist auch nicht fürs ständige Aufstehen gemacht. Die Lösung ist die Abwechslung – und zwar die bequeme.
Die Empfehlung hat bereits erste Folgen: Mehrere fiktive Unternehmen haben ihre Sitzungen auf 45 Minuten begrenzt und nennen das „Haltungs-Management“. Ob sich die Belegschaft daran hält, ist unklar – es soll aber bereits erste Stehkonferenzen geben, die länger dauern als jede Sitzung zuvor.