Der 7. Internationale Wolkenkongress im fiktiven Tagungsort Hochnebelstadt ist am Dienstag ohne gemeinsame Abschlusserklärung zu Ende gegangen. Als Grund nannten die Veranstalter „ungünstige Sichtverhältnisse“ – eine Formulierung, die auf dem Kongress selbst für Diskussionen sorgte.
Strittig war bis zuletzt die Frage, ob Cumuluswolken künftig als erneuerbare Ressource gelten sollen. Während die Delegation aus dem Königreich Nebelland auf eine strenge Bewölkungsquote drängte, plädierte die Vertretung der Republik Föhn für einen freien Markt der Wasserdampfzirkulation.
Wir haben viel erreicht. Die Differenzen waren am Ende größer als die Wolken selbst.
Immerhin auf eines konnten sich alle Teilnehmer einigen: Der nächste Kongress findet 2026 statt – sofern das Wetter mitspielt. Die Abschlusspressekonferenz fiel aus, weil pünktlich zum Termin die Sonne herauskam. Das hatte niemand auf dem Plan.